Die Orgel der St. Martinskirche stammt in wesentlichen Teilen aus dem Jahre 1911 und wurde von der Orgelbaufirma Eggert-Feith in Paderborn gebaut. Sie ist, entsprechend ihrer Zeit, eine romantische Orgel, deren ursprüngliche Disposition bis heute annähernd erhalten ist. Es handelt sich um eine typische spätromantische Orgel.

1975 folgte im Rahmen der Kirchensanierung ein Um- bzw. Neubau der Orgel durch die Orgelbaufirma Breil in Dorsten.

Dabei wurde der orchestrale Klangcharakter des vorherigen Instruments im Wesentlichen beibehalten, einige „neobarocke“ Register wurden hinzugefügt, die sich jedoch in das romantische Klangbild nur schwer einfügen. Im technischen Teil wurden “zeitgemäße” Veränderungen vorgenommen: die Kegelladen wurden durch Schleifladen ersetzt und die pneumatische Traktur durch eine elektrische. Nur der Spieltisch und der neugotische Orgelprospekt blieben in ihrem äußeren Aufbau unverändert.

Mit ihren 42 Registern und 2880 Pfeifen, verteilt auf  drei Manuale und Pedal, gehört sie zu den größten erhaltenen romantischen Orgeln in Ostwestfalen. 1994 wurde auf Wunsch des damaligen Kirchenmusikers eine 64-fache Setzeranlage eingebaut.

Leider ist die Orgel der St. Martinskirche gegenwärtig etwas „müde“ geworden. Eine Optimierung der Orgelsituation ist geplant. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Mitteilungsblättern der Pfarrgemeinde oder diesem Internetauftritt.

Disposition der Orgel

I. Manual Hauptwerk (C-g ´´´)

1.

Bordun

16´

*

2.

Prinzipal

*

3.

Doppelflöte

*

4.

Gamba

*

5.

Oktav

*

6.

Rohrflöte

*

7.

Oktav

*

8.

Cornett, 3-4 fach           

 

*

9.

Mixtur, 4-6 fach    

 

10.

Trompete

 

II. Manual Positiv (C-g ´´´)    

11.

Geigenprinzipal

*

12.

Hohlflöte

*

13.

Salicional

*

14.

Fugara

*

15.

Koppelflöte

 

16.

Schwiegel

 

17.

Quinte

1 1/3´    

 

18.

Scharff    4 fach

 

19.

Krummhorn

 

 

Tremulant

 

 

III. Manual Schwellwerk (C-g ´´´)

20.

Stillgedackt

16´

*

21.

Hornprinzipal

*

22.

Gedackt

*

23.

Aeoline

*

24.

Vox coelestis

*

25.

Violine

*

26.

Soloflöte

*

27.

Quinte

2 2/3´

 

28.

Piccolo

*

29.

Terz

1 3/5´

 

30.

Mixtur, 3-4 fach      

*

31.

Basson

16´

 

32.

Oboe

*

 

Tremulant

 

 

Pedalwerk (C-f ´)

33.

Prinzipal

16´

*

34.

Salicetbaß

16´

*

35.

Subbaß

16´

*

36.

Quintbaß

10 2/3´ 

*

37.

Oktavbaß

*

38.

Pommer (ehem. Quintade 8´SW)

*

39.

Choralbaß (ehem. Cello 8´ P)

4´          

*

40.

Nachthorn

 

41.

Mixtur 3-4 fach (ehem. HW)

2 2/3´

*

42.

Posaune

16´

*

 

* Register von Eggert-Feith (1911)

Koppeln:

Manualkoppeln

II/I            

 

III/I           

 

III/II

 

 

Pedalkoppeln

I/P

 

II/P

 

III/P

Spielhilfen:

64-fache Setzeranlage

Sequenzer

3 freie Kombinationen

2 freie Pedalkombinationen

Plenum // Tutti

Walze

Einzelabsteller für Zungen und 16´ der Manuale

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